„Wir brauchen mehr Durchfluss. Können wir nicht einfach eine größere Pumpe einbauen?“
Grundsätzlich ja. In einer Anlage, die wir gebaut hatten, wollte ein Kunde nachträglich die Durchflussmenge erhöhen. Die bestehende Anlage war für die ursprünglich geforderte Leistung ausgelegt – mit der neuen Anforderung änderten sich jedoch gleich mehrere Randbedingungen.
Die Pumpe selbst war dabei nur der Anfang.
Durch die höhere Leistung passte der vorhandene Frequenzumrichter nicht mehr. Damit mussten auch die zugehörige Verkabelung und weitere Komponenten im Schaltschrank überprüft und teilweise angepasst werden.
Auf der verfahrenstechnischen Seite setzte sich die Kette fort. Die vorhandenen Rohrleitungsquerschnitte waren für den höheren Durchfluss nicht mehr passend ausgelegt. Auch die Durchflussmessung und das Regelventil mussten neu betrachtet werden.
Und schließlich waren da noch die Durchlauferhitzer. Sie waren auf den bisherigen Volumenstrom ausgelegt und hätten bei der neuen Anforderung ebenfalls angepasst beziehungsweise ausgetauscht werden müssen.
Aus dem zunächst einfach klingenden Wunsch, die Förderleistung einer Pumpe zu erhöhen, wurde damit ein erheblicher Umbau des gesamten Anlagenteils.
Genau solche Situationen zeigen, warum Änderungen an einer Prozessanlage selten nur eine einzelne Komponente betreffen. Ändert sich eine wesentliche Auslegungsgröße, lohnt sich der Blick auf das gesamte System – elektrisch, mechanisch und verfahrenstechnisch.
Denn manchmal ist die größere Pumpe tatsächlich das kleinste Problem.
AMPROMA – so baut man Anlagen
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